Angst vor dem Tierarzt!

Heute ist es soweit, die Katze muss zum Tierarzt. Ihre Zähne sind schlecht. Sehr schlecht. Sie hat dermaßen Zahnschmerzen, dass sie in den letzten Tagen nicht mal mehr fressen mag. Der Korb wird entstaubt und aus dem Keller geholt. Um elf Uhr ist der Termin. Die Katze weiß genau, was der Korb bedeutet. Sie ist argwöhnisch und nur mit viel Geduld aus ihrer Kuschelhöhle zu locken.

Es dauert, bis sie - alle Viere von sich gespreizt - in den Transportkorb verfrachtet werden kann. Der Mensch ist ebenfalls angespannt. Er weiß, dass ihm eine lange Fahrt mit nervraubend monotonem Katzenjammer bevorsteht Und, was ebenfalls beunruhigend ist: Mietze ist schließlich nicht mehr die jüngste. Also ist der Mensch nervös und überträgt diese Unruhe auf seine Katze, die wiederum noch mehr Angst bekommt. Wie schön wäre es, wenn Mensch seiner Katze irgendwie vermitteln könnte, dass alles halb so schlimm ist.

Hilfe auf die sanfte Tour

Wer bei homöopathischen Mitteln oder auch bei Bachblüten Hilfe sucht, der sollte sich hinreichend mit den entsprechenden Arzneimittelbildern und den Einsatzbereichen der einzelnen Blüten beschäftigen und eventuell fachmännischen Rat suchen.

Unter den Bachblüten kommen vor allem folgende Blüten in Frage. Mimulus, wenn sich die Angst konkret auf den Tierarztbesuch bezieht, zusätzlich eventuell Aspen, wenn es sich um besonders sensible Katzen handelt. Rock Rose kann als Mittel gegen Panik eingesetzt werden, Cherry Plum besänftigt Katzen, die mit Wutausbrüchen reagieren.

Impatiens baut Spannungen ab und Gentian wird bei stark misstrauischen Katzen eingesetzt. Stehen keine individuellen Mischungen zur Verfügung, so können auch die Notfalltropfen, eine Standardmischung aus fünf Blüten versucht werden. Sie enthält Cherry Plum, Impatiens, Clematis, Rock Rose und Star of Bethlehem. Letzteres soll helfen, unangenehme Erfahrungen ohne psychische Narben zu überstehen.

Angstmittel gibt es in der Homöopathie viele. Passende homöopathische Mittel können unter anderem sein Hyoscyamus, das Bilsenkraut, Aconitum, der Sturmhut, Cimicifuga, das Wanzenkraut, Phosphorus, der Phosphor oder Argentum nitricum, Silbernitrat sowie Stramonium, der Stechapfel und Opium, der Schlafmohn. Letzterer kann verabreicht werden, um die Folgen eines unangenehmen Erlebnisses zu mildern.

Eine weitere, vollkommen unschädliche Möglichkeit, der Katze ein wenig bei der "Angstbewältigung" zu helfen bieten Substanzen, die über den Geruchssinn auf das Gehirn wirken. Gewisse, von der Katze, nicht jedoch vom Menschen wahrnehmbare Geruchsstoffe besitzen eine beruhigende Wirkung auf Katzen. Manche Pheromone haben bei Studien gezeigt, dass sie in der Lage sind, Transportstress zu mindern und Ein "Wohlgefühl" zu bewirken.

Sie können einfach vor der Fahrt in den Korb gesprüht werden. Ein anderes Pheromon kann innerartliche Spannungen herabsetzen und Sozialkontakte erleichtern. Dieser Effekt kann auf dem Behandlungstisch ausgenützt werden. Erfahrungsgemäß spricht nicht jede Katze auf die Geruchsstoffe an, in vielen Fällen zeigen sie jedoch eine positive Wirkung.

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